Tasso

“Ich glaube nicht, dass man zu Graffiti kommt. Man nimmt es wahr und entweder es gefällt einem, oder man hasst oder ignoriert es. Das erste mal wahr genommen habe ich Graffiti mitte der 80er, als die Reportage “WildStyle” im ZDF lief, dann in Musikvideos von Blondie, Herbie Hancock usw. und später, als “Beat Street” in den DDR-Kinos gezeigt wurde.Die Frage, wie ich zur Kunst gekommen bin, kann ich so nicht beantworten. Die ersten Kunstbilder, die ich bewußt wahr genommen habe, waren Heiligenbilder bei meinen Stiefgroßeltern auf dem Land bzw. das Gemälde “Der Mann mit dem Goldhelm” im Wohnzimmer meiner Eltern.”

Die Geschichte von Tasso dem Künstler ist nicht mal eben kurz erzählt. Die Anfänge, seine Herkunft, die außergewöhnliche Technik, die Motive, sein Handwerk, das Ergebnis, der Mensch. Jedes dieser Kapitel könnte ein Buch füllen. Tasso beginnt in den frühen Neunzigern mit der Sprühdose zu malen, erst einige Jahre später wird der Graffiti Künstler aus Meerane auch in Chemnitz oder Dresden wahrgenommen. FotoRealismus nennt man seinen Stil, obgleich dieser Begriff bzw diese Bezeichnung doch sehr flach klingt. Nennt man seine ersten Jahre Pflicht ist die nun folgende Kür eine interessante Phase im Leben des Künstlers. Tasso probiert viel aus, spielt mit der Architektur von Gebäuden, der Natur oder mit Menschen und Lebensinhalten. Erst kürzlich hat Tasso der IBUg Meerane eine Rauminstallation gewidmet, welche einen wichtigen Teil seines Lebens dokumentiert. Mittlerweile ist Tasso ein Unikat in der internationalen Graffiti und Street Art Szene, stellt in internationalen Galerien aus und arbeitet täglich im Atelier an neuen Arbeiten und Ideen.





Künstlername: Tasso
Herkunft: Meerane, Deutschland
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