TOFA – Lightwriting

„Natürlich sieht das für Außenstehende ziemlich komisch aus, wenn da jemand rumhampelt und andauernd seine Taschenlampe an- und ausmacht.“, sagt TOFA. Er trägt einen blauen Kapuzen-Pullover, der seine kurzen, blonden Haare bedeckt. TOFA ist so genannter „Light-Writer“. Ausgestattet mit Kamera und Lampen produziert er Kunstwerke in nächtlichen Städten. „Es gibt mir die Möglichkeit legal zu arbeiten in einem Bereich, in dem sonst alles illegal abläuft.“, meint TOFA, der über das Graffiti-Sprühen zum „Light-Writing“ gefunden hat.

Seit einigen Jahren versuchen sich immer mehr Künstler, vornehmlich aus der Graffiti-Szene, an dieser Kunst. Bisher ist die Szene allerdings noch klein; man kennt sich persönlich. Der Trick: Die Kamera wird auf ein Stativ geschraubt und mit einer langen Belichtungszeit ausgelöst. Während dieser Zeit malen die Künstler mit den Lampen in der Luft. Das Ergebnis ist nachher nur auf dem Foto zu sehen. Es klingt zwar simpel, doch wer das „Light-Writing“ selbst ausprobiert, merkt schnell, wie schwer das präzise Arbeiten dabei ist. Keine Leinwand zeigt einem, welche Striche man wo gezeichnet hat.

Je nach Lichtquelle unterscheiden sich die späteren Ergebnisse sehr deutlich. So ist natürlich die Lichtfarbe entscheidend, aber auch die Lichtart, die zum Beispiel kaltes grünliches Kunstlicht oder warmes rötliches Glühlampenlicht enthalten kann. Die gleichmäßige Anordnung von vielen Lichtquellen auf einem Gegenstand in Bewegung zaubert interessante Lichtbahnen und auch blinkende Lichter geben Spuren im Bild ein tolles Finish.

Chris Noelle, so TOFA´s bürgerlicher Name, arbeitet neben seiner Tätigkeit als Lightwriter auch als Fotograf und für diverse Clubs. Er wohnt in Berlin, macht seit über acht Jahren Light Art und hat schon für diverse Firmen (Sony, Lacoste uvm) gearbeitet.

Wir freuen uns auf TOFA aus Berlin und Lightwriting in der Messe Chemnitz!

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