Neues Mural am VOLKSWAGEN Motorenwerk Chemnitz fertiggestellt: Street-Art-Künstler M-City setzt kreatives Zeichen
- 2. Juli
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Ein neues monumentales Kunstwerk bereichert ab sofort den öffentlichen Raum in Chemnitz. Zwischen dem 22. und 27. Juni 2026 wurde am Volkswagen Motorenwerk (Standort Kauffahrtei) ein großformatiges Stencil-Art-Mural des weltweit renommierten polnischen Künstlers Mariusz Waras, besser bekannt als M-City, erfolgreich umgesetzt. Das Projekt entstand im Rahmen des kuratierten HALLENKUNST Mural Art Programms und setzt ein weithin sichtbares Zeichen an der Schnittstelle von Industriegeschichte und zeitgenössischer Urbanität.

Das neu geschaffene Wandbild basiert auf dem Kunstwerk „Neon X“, das ursprünglich im Rahmen einer Artist Residency in Chemnitz entstand und bereits auf der HALLENKUNST 2025 in der Markthalle Chemnitz große Beachtung fand. M-City, der heute als Professor an der Akademie der Bildenden Künste in Danzig lehrt und über 700 Wandbilder in Metropolen wie Berlin, Paris, São Paulo, London und Prag realisiert hat, gilt als der ideale Künstler für diesen geschichtsträchtigen Standort. Seine Kunst wurzelt tief in der Ästhetik der Industrialisierung; aufgewachsen inmitten von Industrielandschaften, versteht Waras das pulsierende Innenleben und die Dynamik von Produktionsstätten wie kein Zweiter.
Das komplexe Fantasiegebilde bricht die funktionale Strenge der Werksfassade auf, indem es vertraute Elemente wie Zahnräder und industrielle Fragmente in eine abstrakte, zukunftsgewandte Komposition einbettet.

Durch das Farbschema, dessen Nuancen sich bereits an anderer Stelle des Gebäudes wiederfinden, fungiert das Mural nicht als isolierter Fremdkörper, sondern als harmonische Fortführung der architektonischen Identität des Volkswagen Motorenwerks. Ein wesentlicher und besonders emotionaler Aspekt des Kunstwerks ist die würdevolle Ehrung des ehemaligen Volkswagen-Vorstandsvorsitzenden Dr. Carl Hahn (1926–2023). Anstatt auf ein herkömmliches, statisches Denkmal zu setzen, wird das bleibende Erbe des gebürtigen Chemnitzers, der die Entwicklung des Standorts über Jahrzehnte hinweg maßgeblich und weitsichtig geprägt hat, nahtlos in die dynamische Darstellung des Werks eingeflochten.
Es symbolisiert den Brückenschlag zwischen der mechanischen Vergangenheit und einer hochtechnisierten Zukunft – Werte, für die Carl Hahn zeitlebens stand. Die Integration dieses Werks unterstreicht den Anspruch des HALLENKUNST Mural Art Programms, hochkarätige urbane Kunst untrennbar mit der spezifischen Identität der Region Chemnitz und der Kulturregion zu verweben. Das permanente Exponat dient ab sofort als öffentliche Reflexionsfläche für den anhaltenden strukturellen und technologischen Wandel der Automobilindustrie. Es bietet einen nachhaltigen narrativen Mehrwert für den Künstler, VOLKSWAGEN SACHSEN sowie die HALLENKUNST und führt das technische Erbe und moderne Urbanität auf höchstem qualitativen Niveau zusammen.
Photos: Johannes Richter, M-City



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